CD Reviews

Meadows End – The Grand Antiquation

|   CD Review

verfasst von Zonic

Die Schweden von Meadows End präsentieren mit The Grand Antiquation nach drei Jahren ein neues Baby; ihr viertes Studioalbum. Symphonic Extreme Metal? Ich denke nicht. Eher Melodic Death Metal, wobei sich ‚melodic‘ nur auf die Musik, nicht auf die Stimme bezieht. Zugegeben – Melodic Death ist jetzt nicht zwangsweise meine favorisierte Richtung, somit brauche ich länger, um mich reinzuhören. Was ich aber sagen kann, ist dass man hier musikalisches Können bietet. Die Arrangements sind wirklich sehr gut akzentuiert, die Breaks scharf und die Riffs dröhnen einem wie ein Feuerwerk durch’s Gehirn. Zeitgleich wird natürlich nicht auf Soli verzichtet – diese treffen meinen Geschmack sehr. Um für ein bisschen Sphäre zu sorgen, gibt ein Keyboard episch-mystische Klangteppiche dazu. Hin und wieder ist im Hintergrund eine weibliche Stimme oder ein Chor als Füllstimme
zu vernehmen. Soweit so gut.

Ich hangele mich von Song zu Song und komme nicht umher zu sagen, dass sie alle sehr ähnlich klingen. Ausnahme ist ‚The Insignificance of Man‘, in dem sogar Gesang zu finden ist. Vielleicht ist er deswegen mein Favorit. Vielleicht aber auch, weil er alles enthält, was ich von Melodic Death, erwarte nämlich melodisch auf die Fresse. Ebenfalls gut finde ich, dass dieser Song mit unterschiedlichen Tempi besticht und auch einen ruhigen Part enthält. Erwähnenswert ist auch der Song in Landessprache ‚Svept i Sorgepläd‘, zu dem es auch ein Video gibt. Auch musikalisch eher ruhig, tragend könnte man fast sagen. Auch der letzte Song des Albums ist schwedisch: ‚ i stilla vemod vandra‘ (bedeutet auf deutsch in etwa ‚in stiller Trauer gehend‘ sagt Google) und beendet die Platte wie sie begann: Laut und auf’s Maul.

Ich werde mich wohl nie so Recht mit dieser Richtung anfreunden, muss jedoch von meinem Geschmack abgesehen sagen, dass man hier wirklich sehr gute Handarbeit geleistet hat. Sowohl musikalisch, als auch soundtechnisch im Mix. Das Cover ist meiner Meinung nach zwar schlicht, aber ansprechend. Den Kontrast zwischen rot und blau mag ich persönlich sehr gern. Ich denke, für Fans des Genres liegt hier eine Kaufempfehlung vor.

Tracklist:

1. Deviluton 05:34
2. Storm of Perdition 04:46
3. Svept i Sorgepläd 05:14
4. Night’s Bane 04:33
5. Non-Dreaming Eye 04:50
6. Her last Sigh Goodbye 04:19
7. The Insignificance of Man 04:39
8. I stilla vemod vandra 04:29