CD Reviews

Beast in Black – From Hell with Love

|   CD Review

verfasst von Zonic

Die Finnen können rocken! Das wissen wir alle, denn es gibt mehr als genügend Beispiele dafür. Beast in Black zählen sehr wohl dazu. 2015 wurden sie in Helsinki gegründet und im Jahr 2019 präsentieren sie uns ihr zweites Studioalbum, das auf den klangvollen Namen ‚From Hell with Love‘ hört und einfach eine total gute Hard Rock-Scheibe ist. Der Titeltrack gibt ein Keyboardintro und scharfe Riffs, erinnert in der Strophe stark an 80er Jahre Elektropop, nur eben in rockig. Der Refrain geht sofort ins Hirn und bleibt dort kleben.

Sehr eingängig und ganz wunderbar chorisch ist er auch. Selbstverständlich gibt’s auch ein ganz feines Gitarren/Keyboardsolo, das Mitsingcharakter hat. ‚Sweet True Lies‘ ist der nächste Knaller, der eigentlich davon berichtet, dass man von dem Partner eine Beziehung vorgelogen haben möchte, die so gar nicht existiert. Im Kontrast zum eher traurigen Thema bekommt man aber bei dem Arrangement eher gute Laune. Nach dem fantastischen Solo gibt’s noch `ne schöne Rückung (von E-Dur nach H-Dur), die erst Recht zum Mitsingen einlädt. Partystimmung!!!! Zum Mitsingen sind außerdem auch ‚Die by the Blade‘, ‚This is War‘ und ‚Unlimited Sin‘.

Einfach geil! Kann man nicht anders sagen. ‚Repentless‘ ist dann einer der Songs, die mehr in den Heavy Metal Bereich gehören. Die Doublebass flattert geradezu fröhlich durch’s Gehirn, die Soli sind scharf und spitz zugleich und ein Mitsingchor darf natürlich auch nicht fehlen. Judas Priest lassen grüßen! Man glaubt es kaum, aber: Eine Ballade gibt es auch! Sie heißt ‚Oceandeep‘ und istzuckersüß. Akustische Gitarren klimpern eine Lagerfeuermelodie zu der Flötenklänge gespielt werden. Ein wundervoller Fächersong, bei dem nach und nach auch Schlagzeug und E-Gitarren mitspielen dürfen. Auch hier wird natürlich nicht auf ein (sagenhaftes) Solo verzichtet und die klassische Rückung am Ende gibt dem Schmalz noch den Rest. Eine wirklich gute Powerballade. Man endet (passend zum Titel) wieder ruhig mit Gitarren und Flöten, aber zusätzlich noch auf einem Klangteppich, der einen über den Ozean trägt, bevor man von sonarähnlichen Geräuschen verabschiedet wird.

Der letzte Song ‚No easy Way out’ katapultiert uns wieder zurück in die 80er und erinnert ein wenig an Bon Jovi in ihren (meiner Meinung nach) Glanzzeiten. Prädikat: Fantastisch! Der Titel ‚From Hell with Love’ klingt erstmal düsterer, als die Platte tatsächlich ist. Ich muss sagen, ich hatte unglaublich viel Spaß beim Hören. Die Platte macht einfach gute Laune. Die Einflüsse der Vorbilder Judas Priest, Accept und W.A.S.P. sind eindeutig nicht zu leugnen. Beast in Black haben quasi die Synthiepop- und Rockmusik der 80er entstaubt und in ein heutiges Hard Rock- & Heavy Metal-Gewand gesteckt. Das steht ihnen gut! Eine äußerst vielversprechende Platte! Mit mir haben sie ab sofort einen weiteren Fan. Was soll man sagen: Die Finnen können es eben einfach...

Tracklist:

1. Cry out for a Hero
2. From Hell with Love
3. Sweet True Lies
4. Repentless
5. Die by the Blade
6. Oceandeep
7. Unlimited Sin
8. True Believer
9. This is War
10. Heart of Steel
11. No Surrender
12. Killed by Death
13. No easy Way out